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MEIN WEG ZUR FORTUNA ...

 

Eure Geschichte, wie ihr den Weg zur Fortuna gefunden habt.

Your Story how you found your Way to Fortuna :

Part IV

Schimmy, Hannover

Tja, wo fange ich da am besten an? Und vor allem wie?

Ist doch alles schon verdammt lange her!

An das meiste kann ich mich nur noch sehr vage erinnern, an spezielle Dinge allerdings so, als wäre es gestern gewesen!

Der Virus Fortuna infizierte mich, einen waschechten niedersächsischen Jungen, der nie aus seinem Geburtsort herausgekommen war, im Jahre 1966!!! Damals war die Welt noch in Ordnung. Die Benzinpreise waren stabil, Fleisch kaufte man beim Fleischer, Brot und Brötchen beim Bäcker! Und hier, bei meinem Lieblingsbäcker, gab es noch etwas ganz besonderes! Ein Sammelalbum nämlich, in das man Abziehbilder mit den aktuellen Bundesligaspielern einkleben konnte. 4 Stück gab es für einen Groschen!

Ich hatte fleißig gesammelt und mein Album füllte sich!

Die letzen beiden Seiten dieses Albums waren einer Mannschaft zugeteilt, die da hieß “Fortuna Düsseldorf”! Sie hatte ich fast komplett ausgefüllt.

Und jetzt kommt der Punkt, an dem ich infiziert wurde!

Der Name “Fortuna Düsseldorf” war für mich der schönste Name, den ich jemals gelesen hatte!!! Auch das Trikot, ganz in rot und mit langem Arm, war nicht zu toppen!

Ganz genau erinnern kann ich mich an einen einzelnen Spieler!

Bernhard Steffen hieß er! Oben links, als erstes Bild war er zu sehen. Er saß etwas erhöht da und hatte einen Ball in der Hand! Der Virus hatte mich gepackt!

(Ich habe dieses Bild jetzt noch vor Augen und bekomme eine Gänsehaut!!!)

Die Jahre, die jetzt kamen, sollten etwas ruhiger verlaufen. Ich hatte den allgemeinen Weg des Fußballs nicht wirklich weiter verfolgt. Auch den der Fortuna nicht.

Erst Anfang der 70ger wurde die Sache wieder interessanter und intensiver!

Ich wusste, Fortuna spielte in der Regionalliga West, und ich verfolgte schon die Ergebnisse etwas bewusster! Mehr aber auch nicht!

Es sollte dann bis Mitte der 70ger dauern, bis ich mein erstes Livespiel im altehrwürdigen Rheinstadion erleben durfte! Ich weiß leider nicht mehr genau wann! Aber ich weiß, es war arschkalt und es ging gegen Hannover 96! Wir haben mit 2:0 gewonnen!!! Es war ein wichtiges und richtungsweisendes Spiel, da Fortuna die Spiele davor allesamt verloren hatte! Jetzt ging es wieder aufwärts!

Am nächsten Tag brachte mich mein Onkel dann zum Düsseldorfer Hauptbahnhof, und ich bin glücklich und zufrieden wieder nach Hause gefahren!

In den Folgejahren habe ich dann das eine oder andere Bundesligaspiel und Europacupspiel besucht. Einige davon sind mir schon noch in Erinnerung geblieben!

So das 3:1 gegen Banik Ostrau und das 0:0 gegen Glasgow!

Sehr gern erinnere ich mich an so Highlights wie das 4:1 gegen Bayern München! Hat der Augenthaler da ein geiles Eigentor zum 3:0 gemacht...! :-) Auch an das 4:1 gegen Kaiserslautern, (noch mit Ronny Hellström) erinnere ich mich sehr sehr gern!

Jetzt kamen noch einige diverse Spiele dazu, allerdings ohne größere Bedeutung.

Bis zu dem Zeitpunkt, als ich meinen ersten eigenen PC bekam!

Das war Anfang 2000! Wir spielten mittlerweile in den unteren Regionen der damaligen Regionalliga Nord. Und das gar nicht mal erfolgreich!

Ich verfolgte das muntere Treiben im alten DIFO mit allergrößtem Interesse! Bis ich mir dann meinen ganzen Mut zusammennahm und meinen ersten Satz postete!

Fortuna lebt”!

Den werd` ich glaub ich nie vergessen!!! :-)

Er öffnete mir die Tür zu einer Menge neuer Bekanntschaften!

Darunter sind so Legenden wie “Opa”, “Noddy”, “Marcel”, “le petit prince” (später DKP) und viele andere. Der Hildener kam erst später dazu...:-) (Hehe, aber nicht viel später ;-) Anmerkung der Red.)

Ein erstes Treffen gab es dann zum Heimspiel gegen Leipzig! Ich verabredete mich mit einem, der sich “Dauerkarte” nannte. Wir trafen uns vor dem FAN-Block und verteilten Flyer mit dem Aufruf zum Boykott des Spiels! Ich fuhr also 300km zu einem Spiel, das ich nicht sehen wollte! Wie bescheuert muss man eigentlich sein...? :-)

Egal! Die zweite Halbzeit haben wir dann doch verfolgt, und wir gewannen 2:1! Vor ungefähr 1.350 Zuschauern!

(Das sieht ja momentan bedeutend besser aus!!!)

Die dann folgende Tour der Leiden möchte ich gar nicht näher beschreiben. Die haben wohl die meisten von uns, zumindest die etwas “älteren”, selbst miterlebt!

So eine Zeit möchte ich nie mehr mitmachen müssen! Nie wieder!

Nie mehr dritte Liga !!!

Gruß schimmy

 

Part III

Blauer Bock, Frankfurt

Wir schreiben das Jahr 1989. Meine ersten Erfahrungen mit Düsseldorf endeten jäh in einem Vorhof einer JVA in der Langeshauptstadt. Was war passiert? Die Anhänger des OFC sammelten sich nach dem Spiel in der Altstadt. Plötzlich flogen Gläser durch die Luft. Düsseldorfer und Offenbacher Erlebnisorientierte lieferten sich eine Hauerei. Als die Polizei schließlich eintraf, knüppelte diese alle die hessisch babbeln in einen Bus und fuhren diesen in besagte JVA.

Gut ein Jahr später zog der OFC sensationeller Weise bis ins Halbfinale des DFB Pokals ein. Im Viertelfinale spielte man gegen den MSV Duisburg. Der OFC hatte Heimrecht. Kurz nach Anpfiff hallten "Fortuna, Fortuna" Rufe hinter dem OFC Fanblock. 2 Busbesatzungen der "Bande" liefen im Kickersblock ein. Irgendwie hatten die mit dem MSV noch eine Rechnung offen. Da die Duisburger Frankfurter Verstärkung hatten kam das den Offenbachern nicht ungelegen. Ich für meinen Teil babbelte recht intensiv mit 3 Düsseldorfern die sich über das schlechte hessische Altbier beschwerten. Wir flachsten ein wenig und tauschten die Telefonnummern aus. Die 3 luden mich nach Düsseldorf ein.

Dieses Spiel endete Unentschieden, sodaß ein Rückspiel in Duisburg unvermeidbar war. Selbstverständlich kamen die Düsseldorfer auch nach Duisburg.

Hesseagain hatte bereits einen Führerschein und wir fuhren damals zu den sinnlosesten Spielen kreuz und quer durch Deutschland. So kam es dann das wir die Einladung der Düsseldorfer annahmen und eine Woche später mit den 3 Kameraden im Kuhstall versackten. Was soll ich euch sagen? Wir kamen die Tür rein und wurden gefeiert? Ich dachte die veräppeln dich hier, gleich gibts auf die 12. Das Gegenteil war der Fall. Als der Wirt mitbekam das wir aus Offenbach kommen sagte er folgenden Satz: Ihr kommt aus Offenbach? Ihr habt hier immer alles frei! Und er hielt sich auch daran.

Ein Treffen in Neunkirchen zum DFB Pokalspiel wurde vereinbart. Ich mußte leider arbeiten, aber Willi fuhr hin. Völlig begeistert kam er zurück! "Die kannten mich alle noch...".

Ab da war dann alles vorbei, Fortuna, Altstadt, Kirmes, Altbier und der Düsseldorfer an sich. Kein Vergleich zu den eher zurückhaltenden Hessen. Der Kuhstall hatte immer seine Türen für uns offen und Schlafmöglichkeiten gab es auch immer für uns.

Im Jahre 1993 infizierten wir schließlich den Hessen. Der damals bekennende Eintracht Fan wurde von uns quasi entführt. Nach einer langen Nacht, in der er ordentlich über den damaligen Oberligisten zugetextet wurde warfen wir ihn ins Auto und düsten nach Aachen. Glücklicherweise war das Spiel ein voller Erfolg, der nächste rot - weiße war rekrutiert.

Dann folgte die Aufstiegsrunde, jeder der dabei war weiß was dort abging.

Der Hesse war auch der erste von uns der über einen Internetzugang verfügte. Er druckte für uns immer die Beiträge im DiFo aus und schickte uns diese zu.

Zu erwähnen ist noch die Geschichte um DiFo meets UK. Da meldete sich doch der Hesse für diese Tour an. Was wurde er dafür von uns zu unrecht ausgelacht. Brentford gegen Colchester? Was ist das denn? Lämmerspiel gegen Welzheim ( 2 hessische Großstädte )?

Als er zurückkam war er vollends begeistert. Gut, dachte ich mir. Fährste halt mal mit.

Nun will ich das garnichtmehr verpassen! Eine tolle Idee, die super umgesetzt wird.

 

 

Part II

f95undercover , Fan-Club Havel Pralinen, Berlin .

Mein Weg zu Fortuna

Öfters werde ich gefragt wie es kommt das ich als gebürtiger Berliner fan von Fortuna Düsseldorf bin. Wieso Fortuna ? Wieso kein Berliner Verein ? Wieso kein *grosser Verein* wie die Bayern, Schalke oder Dortmund ? Wieso ein Verein der seit Jahren in den unteren Klassen ums überleben kämpft ?

Ich glaub ich weiss selber keine vernüftige Antwort darauf. Schlechte Kindheit oder weil man Liebe nicht erklären kann lautet meistens meine kurze und knappe Antwort, doch es fing ganz anders an.

Das 1.Fussballspiel was ich besuchte verdanke ich der Sparkasse die Freikarten für das 2.Bundesligaspiel Blau-Weiss 90 gegen den FC Homburg verteilte. Auch wenn das Berliner Olympiastadion eher schlecht als Recht gefüllt war, hatte es für mich als kleiner Junge einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In der Folgezeit besuchte ich öfters Spiele von Blau Weiss 90 und hatte das Glück auch Auswärts fahren zu dürfen.

Meine 1.Begegnung mit der Fortuna war dann am 2.05.87 wo ich als Ballholer für Blau Weiss dabei sein durfte ( Anmerkung: Ich habe selber in der Jugend von BW 90 gespielt ). Fortuna hat 2-1 gewonnen und ich war ziemlich angefressen das meine Berliner verloren haben.

In der Folgezeit hatte ich noch das ein oder anderemal das Vergnügen mit der Fortuna. Unter anderem beim Frankfurter Hallenmasters, im DFB Pokal 1-1 und ein 2-1 Sieg der Fortuna durch Sven Backhaus und ein 7-2 in Berlin fallen mir da auf anhieb ein.

Nachdem ich so ziemlich jedes Stadion der 2.Liga bereist habe war das Rheinstadion eins der schöneren und auch die eher dürftige Kulisse ( 6000 ) war trotzdem beeindruckend für mich weil die Zuschauer nicht im ganzen Stadion verteilt waren sondern fast nur in der Fortuna Kurve standen.

Als es mit Blau Weiss 90 immer weiter bergab ging und ich als Fussballbegeisterte Junge trotzdem dem Fussball immer treu geblieben bin schaute ich Bundesliga und kaufte mir regelmässig den Kicker.

Für wen drückte man dann die Daumen ? Bayern war schon immer der *Feind*. Hertha sowieso wenn man mit BW 90 gross geworden ist und zu den Ostberliner Vereinen hatte ich garkeinen Bezug. Auch wenn uns nur eine Mauer getrennt hat, so war der Osten damals trotzdem eine ganz andere Welt und deren Fussball hat man in West-Berlin so gut wie garnicht wahrgenommen.

Als Fortuna den Aufstieg in die Bundesliga packte und Demandt satte 35 Tore schoss fing es langsam aber sicher mit dem Fortuna Virus an. In der Bundesliga war Fortuna gleich meine *geile graue Maus*. Ristic, Baffoe, Krümpelmann, Büskens u.v.m. meine neuen Helden. Einen genauen Tag kann ich also nicht mal benennen nur das es in der Saison 89/90 gewesen sein muss.

Als Fortuna in der 4.Liga kickte verlor ich meine Liebe zwar ein bisschen aus den Augen, aber so ganz verlosch diese Liebe nie und ich guckte zumindest nach den Ergebnissen.

In der Saison 04/05 is diese Liebe dann wieder voll und ganz entflammt. Auslöser war das Fortuna in Berlin zu Gast war. Ein Mittwoch Abend im Berliner Jahnsportpark. Von weitem hörte man schon hunderte Fortunen die sich auf den Weg zu diesem Spiel der Regionalliga-Nord gemacht haben. Ein 2-0 Auswärtssieg konnte am Ende verbucht werden und ich beschloss auf anhieb mit dem Union Sonderzug zur Arena Eröffnung zu fahren ( da ich ja keine weiteren Fortuna Fans in Berlin kannte ). Tja und seit jenen Tagen probiere ich so oft wie möglich bei meiner Liebe zu sein, auch wenn es auf Grund der Entfernung, Finanziellen Möglichkeiten oder Terminen nicht immer möglich ist.
Seitdem bin ich im Stadion, vorm Ticker, vorm Fernseher aber vorallem immer mit dem Herzen bei Fortuna

 

 

Part I

Forres-Fan, Aberdeen, Scotland

 

The Long road from Forres to Fortuna
 

 

On their way to the Championship in 1933 Fortuna met a club from Gliwice (then Gleiwitz) in one of the earlier rounds.About that time my father was leaving Forres (a town on the Aberdeen-Inverness road and railway about 80 miles from Aberdeen and 26 from Inverness) to study at Aberdeen University.

Having graduated and started an apprenticeship his career was interrupted by the outbreak of the Second World War.He was sent to France as part of the British Expeditionary Force, and ended up based near Metz in Alsace.The British forces had to retreat and while many escaped back to the UK from Dunkirk, my father was amongst the thousands captured by Rommel’s forces at St. Valery.

That led to 5 years as a prisoner of war, marched, put on barges and trains via Wesel and Meppen to Stalag VIII B in Upper Silesia (Oberschliessen).He had to work in the mines (Grube) and also clearing tram tracks.Suffering from illness he was put into the Lazarett where he met two German soldiers injured on the Eastern Front.They were warned not to speak but one , Josef, did and my father and he became friends, even exchanging addresses.At that time Josef’s home was in….Cologne…a fact I didn’t discover until recently.My Dad was able to let Josef have a bar of Red Cross soap, a scarce and valuable commodity, when Josef told him his wife Erika had given birth to a son.

So the war ended in 1945 ,with my dad being marched through the harshest of winters from Upper Silesia to a village near Weiden in the Oberpfalz, where he managed to escape only to be nearly shot by the Americans.

Christmas cards were exchanged with Josef and Erika.Then in 1966 mum and dad visited Dusseldorf where Josef and Erika had lived since the war.Josef died not long after but Erika survived until only a few years ago.She kept an interest in Fortuna and I returned to her flat in Gangelplatz for tea after we got promoted in 1994.One of her daughters in law said I was “damaged goods” after the excitement of the win over Braunschweig.

I’d seen Fortuna play my home team Aberdeen in the Cup Winners’ Cup of 1978/79 and after one of Aberdeen’s players Mark McGhee moved to Hamburg in 1984 I took an interest in German football and since we had a Dusseldorf connection it had to be Fortuna.Things have turned almost full circle now as Mark McGhee has returned to Aberdeen as manager.My dad passed away last year at the age of 91.My last conversation with him was from Dusseldorf after the Fortuna-Bayern II match last October.So he didn’t get to see the recent promotion, but was in my thoughts that day at the LTU. I still visit Josef and Erika’s family.


 

 

 

 

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